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Bearbeitungszeitraum: 2006 bis 2008

Bedarfsplanung für Kindertagesbetreuungseinrichtungen, Gemeinde Grasbrunn

Bedarfsplanung für Kinderbetreuung, Gemeinde Grasbrunn

Die Gemeinde Grasbrunn hat im Jahr 2006 beschlossen, ein Gutachten zur Abschätzung der Einwohnerentwicklung und der Bedarfe an kinderbezogener Infrastruktur bis 2020 erstellen zu lassen.


Der erste Soll-Ist-Vergleich der Einwohnerprognose von 2006 zeigte bereits zwei Jahre später eine hohe Abweichung bei den tatsächlichen Zuwanderungszahlen. Die Prognose `hinkte´ der tatsächlichen Entwicklung zeitlich etwas hinterher. In der Aktualisierung vom Oktober 2008 wurden die Bauraten in enger Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung aktualisiert, neu gestaffelt und sowohl die Baudaten als auch die Einwohnerzahlen einer neuen Prognose zugrunde gelegt.

 

Damit setzte die Einwohnerprognose vom Oktober 2008 auf gesicherten kommunalen Baudaten auf. Die Einwohnerentwicklung in Grasbrunn wird auch künftig von Zuwanderung bestimmt. Die ortsspezifische Betrachtung der Gemeinde Grasbrunn zeigte in der jüngeren Vergangenheit einen dominierenden Anteil an Familienwanderung. Aus Sicht der Gemeinde
wird sich dieser Trend auch weiter fortsetzen und bildet daher den Grundpfeiler der aktuellen Prognoseannahmen zur Einwohnerentwicklung bis 2020 und der damit einhergehenden Bedarfe an kinderbezogener Infrastruktur.

 

Die Neuberechnung der Prognose ergab für die Grundschule Neukeferloh für beide berechneten Szenarien eine Zunahme an Schülerinnen und Schülern bis etwa 2011. Dann liegen die Schülerzahlen in den oberen Varianten bei etwa 410 Schüler/innen. Ab 2012/13 sinken die Schülerzahlen im Jahr 2020 in beiden Varianten wieder ab auf 350 bis 360 Schüler/innen. Die unteren Varianten liegen bei Schülerzahlen um die 330 Schüler/innen. Es werden im Schuljahr 2011/2012 voraussichtlich 17 Klassenräume benötigt. Danach sinken die Schülerzahlen mehr oder weniger stark. Es werden dann 2020 bei unveränderter Klassengröße rechnerisch zwischen 12 und 15 Klassen notwendig; bei einer Klassengröße von 25 Schülern weiterhin 16 Klassen.

Die Gemeinden haben derzeit drei „Baustellen“ bei der Kindertagesbetreuung. Die nach dem „Elterngeld“ entstandene Versorgungslücke für die 1 bis 2-jährigen Kinder ist zu schließen und die Zahl der Ganztagsplätze in Kindergärten ist weiterhin bedarfsgerecht anzuheben. Als dritte Aufgabe kommt die Grundschule dazu. Viele Eltern haben heute das Gefühl, dass sie bei der Einschulung ihrer Kinder wieder vor einer Versorgungslücke stehen werden, weil in den alten Bundesländern Hortplätze in großer Zahl fehlen. Die offene Ganztagesschule wäre eine bedarfsgerechte Antwort.


Die politische Debatte zur Ganztagsbetreuung von Schulkindern ist u.a. in dieser Frage weit fortgeschritten. Langfristig gesehen wird vermutlich das klassische Hortangebot nicht überleben, sondern in die Ganztagesschule integriert werden. Die Übergangsphase muss von den Kommunen, am besten in enger Kooperation bzw. Abstimmung mit den Schulen bewältigt werden.

 

 

In Zusammenarbeit mit

Büro für Räumliche Entwicklung, München

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