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Bearbeitungszeitraum: 2011 bis 2012

Prognose der Schülerentwicklung an den weiterführenden Schulen mit Bedarfsabschätzung für die Errichtung einer FOS/BOS im Landkreis Starnberg

Prognose Schülerentwicklung weiterführende Schulen, Landkreis Starnberg

Der Landkreis Starnberg hat im Jahr 2011 dem Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München und dem Institut für  Sozialplanung, Jugend- und Altenhilfe, Gesundheitsforschung und Statistik – SAGS – die Erarbeitung eines Schulentwicklungsplanes für weiterführende Schulen im Landkreis Starnberg übertragen. Der Landkreis Starnberg wollte sich mit einem Schulbedarfsplan ein umfassendes Bild über die zukünftige Situation der weiterführenden Schulen machen. Im Rahmen der Projektbearbeitung wurde der Bedarf für die Errichtung einer Beruflichen Oberschule (FOS/BOS) im Landkreis Starnberg untersucht.

 

Im Jahr 2004 wurde ein Gutachten zur Entwicklung der Gymnasialschülerzahlen im westlichen Landkreis Starnberg erstellt. Auf diesen Ergebnissen fußend wurde das Christoph-Probst-Gymnasium in Gilching erweitert. Eine Überprüfung in 2009/2010 ergab, dass die anhaltend hohe Zahl an Schulauspendlern und die angespannte Situation in den aufnehmenden Gymnasien in den angrenzenden Landkreisen und der Stadt München weitere Überlegungen hinsichtlich eines zusätzlichen gymnasialen Angebotes im westlichen Landkreis Starnberg  rechtfertigen.

 

In der Diskussion zur Verringerung der hohen Schulauspendlerzahlen, aber auch wachsender gesellschaftlicher Erwartungen an ein wohnortnahes, ganztägiges Bildungsangebot in einer „Schule als Lebensraum“ wurden im Landkreis  Starnberg neue Kooperationsmodelle zwischen bestehenden Schulen formuliert. In diesem Zusammenhang rückte auch die Attraktivierung des Bildungsangebotes im Landkreis durch Überlegungen zur erstmaligen  Ansiedlung einer beruflichen Oberschule (FOS/BOS) in den Fokus. Mit Blick auf die bisherige und künftig anzunehmende Siedlungsentwicklung im Landkreis Starnberg sowie die Veränderungen in der Schullandschaft (Spätfolgen der Einführung der R6, Anstieg der Besuchsquoten in den Realschulen und Gymnasien, Einführung der M-Züge an den Haupt- und Mittelschulen) galt es daher zu prüfen, ob zum Einen das schulische Angebot weiterführender Schulen auf Landkreisebene, bestehend aus Gymnasien und Realschulen den künftigen Bedarfen im Landkreis Starnberg gerecht wird. Im Rahmen einer vertiefenden Untersuchung sollte zum Anderen geprüft werden, ob langfristig (unter Berücksichtigung von Trends und Entwicklungen in der schulpolitischen Landschaft) ein ausreichendes Schülerpotenzial für die Errichtung einer  beruflichen Oberschule (FOS/BOS) im Landkreis Starnberg vorhanden ist.

 

Gemäß dem Inklusionsgebot der UNO ist in Zukunft von einer verstärkten Beschulung von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in Regelschulen auszugehen. Für den Landkreis Starnberg galt es dabei  abzuschätzen, inwieweit die Eltern von Kindern mit besonderem Förderungsbedarf weiterhin eine der Förderschulen besuchen werden oder aber in Zukunft vermehrt Regelschulen in Anspruch nehmen werden. Als Grundlage hierzu diente eine Elternbefragung, die an den Förderschulen in Starnberg durchgeführt wurde.

 

Die erste landkreiseigene Fachoberschule (FOS) kommt nach Gilching und startete bereits mit zwei Fachrichtungen im September 2013. Ziel ist die Neugründung und der Neubau einer eigenständigen Fach- und Berufsoberschule (FOS/BOS) in Gilching. Der vom Kreistag bereits beschlossene Standort für die Schule wird der seit Jahren nicht mehr genutzte Festplatz zwischen Starnberger Weg und Rudolf-Diesel-Straße sein. Träger wird der Landkreis Starnberg sein.

 

 

In Zusammenarbeit mit

Institut SAGS, Augsburg

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