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Bearbeitungszeitraum: 07/2008 bis 09/2009

VOF-Verfahren (jetzt VgV-Verfahren) zur Ausarbeitung einer Innenstadtkonzeption "Leben findet InnenStadt", Stadt Freising

Innenstadtkonzeption, Stadt Freising

Die Stadt Freising setzt sich seit vielen Jahren intensiv mit der städtebaulichen Sanierung und strukturellen Verbesserung ihrer Innenstadt auseinander. So wurden für verschiedene Teilbereiche der Altstadt und des angrenzenden Bahnhofsbereiches Vorbereitende Untersuchungen erstellt und Sanierungsmaßnahmen erfolgreich durchgeführt.


Die Profilierung und Standortaufwertung, welche speziell die Funktion der Altstadt als Versorgungsschwerpunkt erhalten und stärken soll, wurde als eine der zentralen Aufgaben der kommenden Jahre angesehen und angestrebt, dieses mit der Unterstützung des Städtebauförderprogramms „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren – Leben findet InnenStadt“ gerade im Hinblick auf eine verstärkte öffentlich-private Zusammenarbeit zu bewerkstelligen.

 

Daher hat der Planungsverband für die Stadt Freising ein zweistufiges VOF-Verfahren (Bewerbungsverfahren und Verhandlungsverfahren) zur Auswahl einer geeigneten Arbeitsgemeinschaft für die Ausarbeitung einer Innenstadtkonzeption im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms „Leben findet InnenStadt“ und die Durchführung einer Vorbereitenden Untersuchung nach § 141 BauGB mit Neuordnung Sanierungsgebiete betreut.

Ziel der europaweiten Ausschreibung war die Auswahl einer geeigneten interdisziplinären Arbeitsgemeinschaft der Fachrichtungen Stadtplanung, Verkehrsplanung, Einzelhandel & Stadtmarketing und Projektmanagement & Moderation, welche aufgrund entsprechender Qualifikationen und Erfahrungen zur Bearbeitung der komplexen Aufgabenstellung geeignet ist.

Diese wurde wie folgt formuliert:

„Im Sinne einer Gesamtfortschreibung der bisherigen Stadtsanierung sollen die Ergebnisse der vorausgegangenen Stadtsanierungen hinsichtlich der Umsetzung von Zielen und Maßnahmen geprüft werden. Darüber hinaus ist zu evaluieren, ob ursprünglich festgelegte Zielsetzungen weiterhin aktuell und zu verfolgen sind. Die Stadt Freising sieht dies vor allem vor dem Hintergrund, Funktionsverluste der Innenstadt – insbesondere bezogen auf die Themenfelder Einzelhandel und Gewerbe, Stadtgestalt und Tourismus – zu vermeiden und bestehende Missstände zu beheben. Dabei sind aktuelle Themenstellungen wie „Wasser in der Stadt“, “Licht in der Stadt“, Verkehrsführung und Verkehrsberuhigung, Stadtbild und Stadtimage sowie weitere bedeutende Einzelvorhaben und Initiativen zu beachten. Im Rahmen einer Vorbereitenden Untersuchung nach § 141 BauGB sollen die strukturellen und städtebaulichen Verhältnisse im Untersuchungsgebiet (Größe ca. 68 ha) aufgezeigt und anzustrebende Zielsetzungen der Stadtsanierung definiert werden. Darüber hinaus wird der Aufbau einer öffentlich-privaten Organisationsstruktur zur Standortaufwertung der Innenstadt (Innenstadtmanagement), entsprechend der Richtlinien des Städtebauförderprogramms „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“, angestrebt, welche durch ein Steuerungsgremium (z.B. Lenkungsgruppe) verstärkt privates Engagement und private Investitionen fördern soll.“

Im Rahmen des Bewerbungs- und Verhandlungsverfahrens wurden die fachlichen Qualifikationen und Referenzen, Angaben zur strukturierten Herangehensweise zur Auftragsbearbeitung sowie geeignete Vorschläge zur Initialisierung eines Projektmanagements zur Aktivierung öffentl./priv. Engagements, zur Einrichtung und dauerhaften Begleitung eines Steuerungsgremiums abgefragt.

Anforderungen waren zudem die Sicherung einer Vor-Ort-Präsenz, die eigenständige Projektsteuerung und Koordinierung durch die Bearbeiter innerhalb des Projektteams in Abstimmung mit dem federführenden Bearbeiter aus der Verwaltung hinsichtlich Terminierung, Fachstellenbeteiligung und Beteiligung weiterer Akteure (Bürger, Gewerbetreibende, lokale Aktionsgruppen, etc.) sowie die Benennung eines Hauptansprechpartners aus dem Bearbeiterteam, welcher das Projekt zur geschlossenen Repräsentation nach Außen hin federführend und hauptverantwortlich vertritt.

Die Auftragsvergabe erfolgte schließlich Ende 2009 an die Bietergemeinschaft USP Projekte GmbH, München mit BBP Bachtler Böhme + Partner, Kaiserlautern; CIMA Beratung+Management GmbH, München, und Ingevost Verkehrsuntersuchungen, Planegg.
Im Mai 2011 erfolgte im Stadtrat der Beschluss über das gemeinschaftlich erstellte Entwicklungskonzept mit 23 Einzelmaßnahmen – welche seitdem umgesetzt werden.

 

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