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Bearbeitungszeitraum: 2014

Raumordnerisches Entwicklungskonzept (ROEK) München-Südwest

ROEK_Planausschnitt
Quelle: 03 Architekten, München; Keller Damm Roser Landschaftsarchitekten Stadtplaner, München; Ernst Basler + Partner AG, Zürich; Lehrstuhl für Entwerfen und Siedlungsentwicklung, TU Darmstadt; Lehrstuhl für Raumentwicklung, TU München

Die Städte Germering und Starnberg, die Gemeinden Gauting, Gräfelfing, Krailling, Neuried und Planegg sowie die Landeshauptstadt München haben ein Gutachten erarbeiten lassen, um „ihre räumliche Entwicklung stärker als bisher auf der Grundlage von gemeinsam erarbeiteten Zielen, Szenarien und Maßnahmen zu lenken“. Der Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München (PV) hat für die beteiligten Kommunen den Fördermittelantrag erarbeitet, das Ausschreibungsverfahren durchgeführt und im Prozess fachlich beratend mitgewirkt.

 

Ausgangslage

Ausgangslage dieses Vorhanbens sind Verkehrsprobleme und das erwartete Bevölkerungswachstum sowie der Wunsch, die dadurch entstehenden Anforderungen an eine gemeinsame Raumentwicklung besser bewältigen zu können. Relevante Handlungsfelder dieses Konzepts sind die Themen Siedlung, Verkehr und Freiraum.

 

Fokus: Innenentwicklungspotenziale

Das Gutachten ist eine interdisziplinär angelegte Expertise, in dessen Aufstellungsprozess Vertreter der Auftrag gebenden Kommunen einbezogen wurden. Der Untersuchungsfokus sollte auf den Innenentwicklungspotenzialen der betroffenen Gemeinden, den naturräumlichen Potenzialen bzw. Restriktionen und der hohen durch den motorisierten Individualverkehr induzierten Belastung gelegt werden. Die Raumanalyse erfolgt hinsichtlich Bevölkerungsentwicklung, Verkehr und Flächen z.T. datenbasiert, ist aber vor allem durch „funktionelle und morphologische Raumbetrachtungen“ geprägt.

 

Ziele

Als Ziele wurden die Aufwertung und Verdichtung der Bahnhofsumfelder, die Stärkung des „Langsamverkehrs“ (Fuß, Rad) sowie die Verbesserung der Erholungsfunktion der Landschaft abgeleitet. Auf der Basis möglicher Entwicklungsszenarien wurden konkrete Planungsvorschläge für das am geeignetsten gehaltene Szenario „Urbane Innenentwicklung“ (Nachverdichtung im Ortskern, Stärkung der Nahmobilität, Verbesserungen des ÖPNV- und Fahrradverkehrs) herausgearbeitet. Hierzu soll insbesondere im Umfeld der Bahnhöfe nachverdichtet bzw. Baurecht für Wohnungen und Einzelhandelsbetriebe geschaffen und die Nahmobilität verbessert werden. Die Gewerbeentwicklung soll besser interkommunal abgestimmt und Planegg als Standort der Wissensökonomie ausgebaut werden. In der Landschaft soll das Fuß- und Radwegenetz ausgebaut und besser über ihre Eigenschaften und Besonderheiten informiert werden. Insgesamt soll die Verkehrsplanung in diesem Raum künftig einerseits auf Ortsumgehungsstraßen eher verzichten, dafür aber tangentiale Radwegeverbindungen und Verbesserungen der Erschließung bzw. Anbindungsqualität des ÖPNV schaffen.

 

Aktueller Stand

Die Kommunen führen den Prozess der interkommunalen Zusammenarbeit nach Abschluss des Gutachtens weiter. Dafür haben sie im Sommer 2015 den Verein Regionalmanagement München Südwest e.V. gegründet und eine Regionalmangerin eingestellt, die die Umsetzung der erarbeiteten Maßnahmen vorantreibt.

 

Regionalmanagement_Logo

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