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Bearbeitungszeitraum: 2008

Untersuchung zum Parkraum in der Ortsmitte, Gemeinde Unterföhring

P+R_Unterföhring

Die Gemeinde Unterföhring übertrug der Geschäftsstelle des Planungsverbands Äußerer Wirtschaftsraum München (PV) eine Untersuchung zur Parkraumsituation in der Ortmitte der Gemeinde.

 

Ausgangssituation

Die Gemeinde Unterföhring litt besonders unter „Fremdparkern“. Dabei handelt es sich um Flugreisende, aber auch um Pendler und Arbeitnehmer, die den Straßenraum im Gemeindegebiet als kostenlosen Parkplatz nutzten. Betroffen waren vor allem die S-Bahnnahen Bereiche sowohl westlich als auch östlich des Bahnhofs. Die Gemeinde hatte bereits in einigen Straßenzügen westlich der S-Bahn zeitliche Parkraumbeschränkungen eingeführt, die schon zu einer Reduzierung des „Flughafenparkens“ geführt hatten. Dennoch waren Teile der Bevölkerung weiterhin unzufrieden mit der Parkraumsituation.

 

Aufgabenstellung und Durchführung

Im Rahmen der Untersuchung sollte die Problematik genauer analysiert und nach Möglichkeiten gesucht werden, die Situation zu verbessern. Als Lösungsoptionen sollten die Einführung von Bewohnerparkzonen, aber auch die Veränderung bzw. Ausweitung der zeitlichen Parkraumbeschränkung geprüft werden. Zur Entscheidungsvorbereitung wurden die Vor- und Nachteile der verschiedenen Parkraumlösungen aufgezeigt. Für die Problemanalyse wurde ein zweistufiges Vorgehen gewählt, das zunächst eine Grobanalyse und erst bei konkret erkennbarem Handlungsbedarf vertiefte Untersuchungen und Erhebungen vorsah.

 

Ergebnisse

Die Untersuchung ergab: insgesamt gibt es im Betrachtungsraum ein umfangreiches Angebot an Stellplätzen sowohl im öffentlichen als auch im privaten Raum. Die Notwendigkeit der Einführung von Bewohnerparkzonen konnte nicht erkannt werden. Darüber hinaus lagen die Voraussetzungen der Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrs-Ordnung VwV-StVO für eine Einführung nicht bzw. allenfalls sehr kleinräumig vor. Eine Alternative zum Bewohnerparken besteht in der Ausweitung der bereits jetzt angewandten 5-Stunden Parkzeitbeschränkung, der nach Expertenauskunft eine deutliche Wirksamkeit in Bezug auf den Ausschluss von Flughafenparkern bescheinigt wurde. Die Ergebnisse der Erhebung bestätigen dies. Um längeres Parken in Bereichen zu verhindern, die auch von Kunden und Beschäftigen genutzt werden, kann eine Verkürzung der Parkzeit bzw. Einführung einer Kurzzeitparkregelung sinnvoll sein.


Darüber hinaus empfahlen die PV-Planer eine gewisse Harmonisierung der Parkregelungen, die sehr heterogen waren und zu Fehlverhalten führten. Dazu gehörte auch eine Überprüfung der Zeitregelungen mit dem Ziel einer Vereinheitlichung und besseren Nachvollziehbarkeit. Außerdem wurde vorgeschlagen, mehr Werbung für die P+R-Anlage zu machen, da es wünschenswert ist, alle S-Bahn-Nutzer, die heute den öffentlichen Straßenraum anstelle der P+R-Anlage nutzen, auf die Anlage zu lenken.

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