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Region München (Stand: 31.12.2015)

Regionsdaten auf einen Blick

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© Winter_Landscape, Pixabay

Die Einwohnerzahl der Region München ist in 2015 um rund 44.000 gegenüber dem Vorjahr auf über 2,85 Mio. gestiegen. Die Zahl der Beschäftigten hat um fast 39.000 zugenommen. Wohnungen werden immer noch zu wenige gebaut (ca. 12.500). Eine Zusammenfassung der Regionsdaten können Sie hier downloaden.

 

Die ausführlichen Daten und Grafiken entnehmen Sie bitte der Broschüre Regionsdaten Datengrundlagen 2015. Die Kennzahlen und Indikatoren der Region München basieren hauptsächlich auf den Daten des Statistischen Landesamtes.

 

Näheres zum Wohnen in der Region München finden Sie in der diesjährigen Beilage der Regionsdaten.

 

Hier können Sie uns Feedback zu den Regionsdaten auf einen Blick geben.

Demografie

Grossansicht in neuem Fenster: Regionsdaten_Datengrundlage_2015_EW_1975_2035_Maennchen

Jedes Jahr wächst die Region München um ein paar Tausend Einwohner. 2005 lebten rund 2,56 Mio. Menschen hier, 2015 sind es schon rund 2,85 Mio. und für 2035 prognostiziert das Bayerische Landesamt für Statistik etwa 3,24 Mio. Einwohner. Gezählt werden dabei alle, die ihren alleinigen oder Hauptwohnsitz in der Region München haben.


Mit dem Bevölkerungswachstum ist auch der Ausländeranteil gestiegen. Von 17,0 % 2005 auf 19,2 % 2015. Grund dafür: Das Bevölkerungswachstum ist vor allem auf die Zuwanderung und nicht etwa auf erhöhte Geburtenraten zurückzuführen. So wanderten seit 2010 jährlich ca. 30.000 Menschen mehr in die Region ein, als diese verließen. 2015 waren es wegen der Flüchtlingskrise sogar 37.600. Die meisten Zuwanderer kommen aus dem Ausland. Den höchsten Stand hatte der Wanderungssaldo 2006 mit 38.000. In der Finanz- und Wirtschaftskrise 2009 sank er auf rund 5.400. Denn die Zuwanderung folgt tendenziell dem Entstehen neuer Arbeitsplätze im Wirtschaftsraum München.

Vor allem junge Menschen von 18 bis 29 Jahre kommen in die Region München. Ab 50 ist der Wanderungssaldo negativ, d.h. dass mehr Über-50 Jährige die Region verlassen als hinzuziehen. Trotzdem altert die Region München. Der Anteil der 0- bis 17-Jährigen ist in den vergangenen zehn Jahren von 17,2 % auf 16,7 % gesunken und der der Über-65-Jährigen stieg von 17,1 % auf 18,6 %.

Entgegen dem möglichen Eindruck, der durch die Meldungen zu Geburtenrekorden in der Region München entstehen könnte, bekommen die Frauen in der Region nicht mehr Kinder als anderswo in Deutschland. Die durchschnittliche Anzahl der Kinder pro Frau lag in Deutschland 2015 bei 1,5. In der Stadt München liegt diese Geburtenziffer bei 1,38, im Landkreis München bei 1,64, in Bayern bei 1,48. Eine Geburtenziffer für die Region München liegt leider nicht vor.

Grundsätzlich ist die Geburtenziffer in ländlichen Gebieten eher höher als in der Stadt. Dass die absolute Zahl geborener Kinder in der Stadt München so hoch ist, liegt vor allem daran, dass der Anteil der Frauen zwischen 30 und 40 Jahren in der Stadt im regionalen Vergleich sehr hoch ist. Was allerdings tatsächlich zutrifft: Die Geburtenziffer ist insgesamt in Deutschland und auch in Bayern gestiegen. Dazu trugen v.a. Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit bei, die deutlich mehr Kinder (Bayern: 1,81; Deutschland: 1,95) bekommen als deutsche Frauen (Bayern: 1,43; Deutschland 1,43).

 

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Wohnen und Flächennutzung

Grossansicht in neuem Fenster: REG_AufeinenBlick:Flaechen2015In der Region München werden zu wenige Wohnungen gebaut. Das verdeutlichen die Zahlen der Wohnungsfertigstellungen. 2015 sind in der Region München rund 12.500 neue Wohnungen entstanden. Zum Vergleich: der Bevölkerungszuwachs lag 2015 bei rund 45.000 Einwohnern. Bei einer durchschnittlichen Wohnungsbelegung (Einwohner pro Wohnung) von 2,0 Personen pro Wohnung müssten also rein rechnerisch 20.000 Menschen kein Dach über dem Kopf haben. Besonders wenig wird im Landkreis Starnberg gebaut (2015: 2,6 Fertigstellungen pro 1.000 Einwohner). Weitere Informationen zum Thema Wohnen in der Region München finden Sie in der Beilage der diesjährigen Regionsdaten.

Nach wie vor nimmt die Flächennutzung für Siedlung und Verkehr in der Region München zu (+ 11.250 ha seit 2004). Innerhalb der Siedlungs- und Verkehrsflächen nehmen die Gebäude- und Freiflächen mit 53.700 ha 2015 den größten Anteil ein – davon werden 29.300 ha für Wohnen und 4.500 ha für Gewerbe und Industrie genutzt. 4.500 ha entsprechen 12-mal der Fläche des Englischen Garten in München (375 ha).

Die Siedlungs- und Verkehrsfläche nimmt ca. 17 % der gesamten Regionsfläche ein. Tatsächlich versiegelt sind jedoch nur 50 % der Siedlungs- und Verkehrsfläche. Also sind von 1.000 qm Gebietsfläche nur 85 qm bebaut.

Auch die Flächeninanspruchnahme je Einwohner und sozialversicherungspflichtig Beschäftigtem (SVB) (siehe Abbildung), die die Bevölkerungs- und Wirtschaftsentwicklung berücksichtigt, steigt seit 2004 an. Ausnahmen sind die Landeshauptstadt (-17,4 qm pro Einwohner und SVB) und der Landkreis München (-18,5 qm pro Einwohner und SVB). Dort ist die Flächeninanspruchnahme pro Einwohner und SVB gesunken. In den Landkreisen Landsberg am Lech und Freising ist sie am stärksten gestiegen und im Landkreis Erding ist sie mit (608,0 qm / EW und SVB) am höchsten.

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Wirtschaft und Arbeitsmarkt

Grossansicht in neuem Fenster: Regionsdaten_Auf_einen_Blick_1985_2015_SVBDie Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten (SVB) sowie der Erwerbstätigen (sozialversicherungspflichtig Beschäftigte plus Beamte, geringfügig Beschäftigte, Selbstständige und mithelfende Familienangehörige) entwickelt sich in der Region München seit Jahren sehr positiv.

 

In den vergangenen zehn Jahren stieg die Zahl der Arbeitsplätze mit 23,9 % viel schneller an als die Bevölkerung (+ 11,6 %). Spitzenreiter unter den Landkreisen ist der Landkreis München. Hier entstanden in den vergangen zehn Jahren gut 50.000 neue Arbeitsplätze (+ 32,1 %).

 

Die Arbeitsplatzdichte (Anteil SVB am Arbeitsort je 1.000 Einwohner) ist in den vergangenen zehn Jahren in der Region somit gestiegen. Das gilt für alle Landkreise und die Stadt München.

Der Arbeitsplatzbesatz gibt das Verhältnis von Arbeitsplätzen und Beschäftigten an einem Ort an. Ein Verhältnis von 1,0 bedeutet einen (rechnerischen) Ausgleich zwischen Arbeitsplätzen und Beschäftigten, eines deutlich über 1,0 deutet auf „Einpendlerräume“ hin, ein solches deutlich unter 1,0 auf „Auspendlerräume“. Der Landkreis München ist mit einem Verhältnis von 1,63 ein Einpendlerraum während der Landkreis Fürstenfeldbruck mit einem Verhältnis von 0,57 ein Auspendlerraum ist.

Die Arbeitslosenquote ist in der Region München mit 3,8 % 2015 wieder auf dem niedrigsten Stand seit zehn Jahren. In Bayern liegt sie mit 3,6 % noch niedriger. Im Vergleich der Landkreise hat der Landkreis Erding mit 2,0 die niedigste Arbeitslosenquote.

Die Wirtschaftsstärke der Region München wächst nach der Finanz- und Wirtschaftskrise seit 2009 mit hoher Dynamik. Das BIP lag 2014 bei rund 165 Mio. €. Die Region München trägt somit knapp ein Drittel zum bayerischen BIP bei, obwohl nur rund 22 % der Einwohner Bayerns in der Region leben.

Die verfügbaren Einkommen insgesamt und pro Einwohner sind in den vergangenen zehn Jahren gestiegen. Von rund 23.000 € auf etwa 26.000 € pro Einwohner. Am höchsten liegen die verfügbaren Einkommen pro Einwohner im Landkreis Starnberg.

 

 

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Verkehr

Grossansicht in neuem Fenster: Regionsdaten_Auf_einen_Blick_2005_2015_PendlermobilitaetDass der Verkehr zunimmt, spürt man täglich auf den Straßen, in den Bahnen und Bussen in der Region. Um mehr als 200.000 Pendler hat die Pendlergesamtmobilität seit 2005 zugenommen. Über 900.000 Menschen sind täglich in der Region München unterwegs zur Arbeit.

 

Dabei sind die Binnenpendler, die innerhalb der Stadt München zur Arbeit fahren, noch gar nicht eingerechnet. Für sie liegen keine offiziellen Daten vor. Als Anhaltspunkt können nur die Daten derer herangezogen werden, die in München wohnen und arbeiten. Das sind rund 440.000. Von diesen 440.000 müssen dann jedoch diejenigen abgezogen werden, die zuhause arbeiten und nicht „pendeln“.


114.000 Menschen bewegen sich werktäglich innerhalb ihres Landkreises zur Arbeit, etwa 393.000 Pendler fahren in einen anderen Landkreis der Region oder in die Stadt München zum Arbeiten. Rund 114.000 fahren aus der Region über die Regionsgrenzen hinweg zum Arbeiten und ca. 287.000 pendeln täglich von außerhalb der Region München in die Region.

Die meisten Einpendler verzeichnet die Stadt München. Rund 358.000 Menschen kommen werktäglich in die Stadt zur Arbeit. Dagegen verlassen nur rund 164.000 Beschäftigte die Stadt, um außerhalb zu arbeiten. Unter den Landkreisen zieht der Landkreis München die meisten Menschen an. Rund 164.000 Menschen fahren von außerhalb in den Landkreis München zum Arbeiten und nur rund 83.000 pendeln aus dem Landkreis raus.

Insgesamt betrachtet gibt es rund 1,33 Mio. Arbeitsplätze in der Region München. Davon werden ca. 1,04 Mio. von der Regionsbevölkerung besetzt und etwa 287.000 von Einpendlern, die von außerhalb der Region kommen. Rund 114.000 Menschen fahren wiederum werktäglich zum Arbeiten aus der Region München hinaus.

Rückblickend auf die vergangenen zehn Jahre hat die Zahl der Auspendler aus der Stadt München ins Umland deutlich zugenommen (+ 42,7 %) und noch deutlicher ist prozentual die Zahl der Münchner gestiegen, die über die Regionsgrenzen hinaus zur Arbeit fahren (+ 73,3 %).

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Öffentliche Finanzen

Die Bruttoeinnahmen der öffentlichen Haushalte sind seit 2005 um mehr als 500 € je Einwohner gestiegen. Mit rund 2.700 € je Einwohner nehmen die Kommunen im Landkreis München am meisten Gemeindesteuern ein – im Vergleich mit den anderen Landkreisen und der Stadt München.


Das erklärt sich vor allem durch die sehr guten Gewerbesteuereinnahmen. Am besten haushalten müssen die Kommunen im Landkreis Dachau. Hier sind die Gemeindesteuereinnahmen mit 1.047 € je Einwohner im Regionsvergleich am niedrigsten.

 

Grossansicht in neuem Fenster: Regionsdaten_Auf_einen_Blick_2015_Steuereinnahmen_LKR

 

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Datenquellen:

Bayerisches Landesamt für Statistik

Arbeitsagentur Nürnberg

 

Grafiken: Sven Kretzer und Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München (PV)

 

Grafiken zum Download (mit Quellenhinweis Sven Kretzer & PV)

 

 

 

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