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Freiraum • Landschaft • Naherholung in der Region München

1. Freiraum-Veranstaltung, November 2016

Freiraum • Landschaft • Naherholung in der Region München
Copyright: "Flossfahrt im Bachinger Moos", Marcela Borja

Freiräume und Landschaften stehen für unsere Lebensqualität. Sie stehen besonders in der Region München unter Druck, denn es müssen dringend mehr Wohnungen gebaut werden – sowohl in der Stadt als auch im Umland.

 

Wie lassen sich Landschaftsplanung und Siedlungsentwicklung vereinbaren? Wo können die verschiedenen Akteure ansetzen? Welche Aktivitäten und Beispiele gibt es bereits? Zu diesen Fragen diskutierten Vertreter von Kommunen, Vereinen und weiteren Organisationen auf unser Veranstaltung zu „Freiraum • Landschaft • Naherholung in der Region München“ am 30. November 2016 im Vorhoelzer Forum der TU München.

 

 

 

 

 

 

Impressionen der Veranstaltung

Grossansicht in neuem Fenster: PublikumÜberblick und Fazit

Das Voerhoelzer Forum im 5. OG der TU München ist gut gefüllt. Bei strahlendem Sonnenschein können die Teilnehmer der PV Veranstaltung über die Dächer von München bis zu den Alpen blicken. Rund 80 Bürgermeister, Bauamtsleiter und Fachleute sind gekommen, um sich über die Rolle des Freiraums in der Region und die weitere Freiraum- und Landschaftsentwicklung auszutauschen. Sie diskutierten angeregt über aktuelle Beispiele für eine gelungen Freiraumentwicklung und die Möglichkeiten von Kommunen, aber auch über Zwänge wie etwa die Finanzierung solcher Projekte oder den gestiegenen Wohnquadratmeterbedarf. Sehr kontrovers tauschten sich Referenten und Publikum zu dem Thema einer gemeinsamen Landschaftskonvention aus.


Fazit: Es besteht großer Dialogbedarf der verschiedenen Akteure. Ein Konsens, was mit der Landschaft passieren soll, ist wichtig. Bei allen Planungen sollen Landschaftsentwicklungskonzepte eingebunden werden. Schlüsselprojekte sollte die Region weiter vorantreiben. Ein neues System der Finanzierung von Freiraumprojekten ist notwendig, damit Lasten und Nutzen auf die Region gleich verteilt sind.

 

 

Grossansicht in neuem Fenster: Alle_ReferentenReferenten

(Foto v.l.n.r.)

+ Prof. Dr. Sören Schöbel-Rutschmann, Professor für Landschaftsarchitektur regionaler Freiräume der TU München
+ Dr. Stefan Fiedl, Lokalbaukommission, Untere Naturschutzbehörde, LH München
+ Florian Otto, Büro bauchplan, Gast-Professor Fachgebiet Landschaftsästhetik im Entwurf der Universität Kassel
+ Michael Schanderl, 1. Bürgermeister der Gemeinde Emmering
+ Christian Kuchlbauer, Stellvertretender Vorsitzender Heideflächenverein e.V., 1. Bürgermeister der Gemeinde Oberschleißheim
+ Susanne Hutter-von-Knorring, Abteilungsleiterin Grünplanung, LH München
+ Landrat Stefan Löwl, Landkreis Dachau, Stellvertretendes Vorstandsmitglied Erholungsflächenverein e.V.

+ Moderatorin Karla Schilde, Abteilung Regionales, LH München
+ Maximilian Böltl, 1. Bürgermeister der Gemeinde Kirchheim bei München
+ Prof. Dr. Hansjörg Küster, Professor für Pflanzenökologie am Institut für Geobotanik der Leibniz Universität Hannover
+ Christian Breu, Geschäftsführer PV und RPV

 

 

Grossansicht in neuem Fenster: C_Breu

Begrüßung

PV Geschäftsführer Christian Breu eröffnet die erste Veranstaltung des PV zum Thema Freiraum und Landschaft. Der PV möchte die Diskussion dazu anregen und eine Plattform für den regelmäßigen Austausch schaffen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Grossansicht in neuem Fenster: H_KüsterVortrag:
Landschaftsentwicklung
in der Region München

 

In seinem Eingangsreferat stellt Hansjörg Küster, Professor für Pflanzenökologie am Institut für Geobotanik der Leibniz Universität Hannover, die Landschaftsentwicklung in der Region München vor. Er geht dabei auf die Historie ein und erläutert, wie die Landschaft entstanden ist und wie sich der natürliche Wandel und die Besiedlung und intensive Nutzung durch den Menschen darauf auswirken. Küster definiert Landschaft als eine Mischung von Natur und Kultur.

 

Seine wichtigsten Aussagen: Der Mensch beeinflusst die Landschaft. Die Natur wandelt sich ständig, allerdings nicht nachhaltig. Dies alles sei bei der Planung zu berücksichtigen. Er fordert einen politischen Aushandlungsprozess zu der Frage „Wie gehen wir mit Landschaft um?".

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Grossansicht in neuem Fenster: Panel_1Paneldiskussion:
Aktivitäten, Beispiele, Kooperationen

Was es in der Region München bereits alles an Aktivitäten und Kooperationen gibt, um Freiräume zu erhalten und zu schaffen, präsentierten unter der Moderation von Karla Schilde, LH München, die Panel-Teilnehmer Landrat Stefan Löwl, Landkreis Dachau, Stellvertretendes Vorstandsmitglied Erholungsflächenverein e.V., Christian Kuchlbauer, Stellvertretender Vorsitzender Heideflächenverein e.V., 1. Bürgermeister der Gemeinde Oberschleißheim, Dr. Stefan Fiedl, Lokalbaukommission, Untere Naturschutzbehörde, LH München und Maximilian Böltl, 1. Bürgermeister der Gemeinde Kirchheim bei München. (Foto v.l.n.r)

 

Die Projekte reichen vom neu geplanten Erholungsgebiet Heimstettner See im Münchner Osten über das Naturschutzreservat Fröttmaninger Heide mit dem Heidehaus des Heiedflächenvereins e.V. und dem Isarradweg bis hin zum Moos-Haide-Park Schleißheim. Besonders den Vereinen, wie etwa dem Erholungsflächenverein oder dem Verein Dacher Moos e.V. kommt hierbei eine wichtige Rolle zu, da sie überregional agieren und die Landeshauptstadt München, weitere Städte und Kommunen sowie Landkreise miteinander vernetzen.


Die Experten sind sich einig: Dem Landschaftsschutz muss neben Wirtschaft, Verkehr und Wohnen künftig eine größere Bedeutung zukommen, wenn es um die Entwicklung und Planung von Gemeinden geht. Es geht nur gemeinsam und im ständigen Dialog mit den verschiedenen Akteuren, auch um das Bewusstsein der Bevölkerung für Natur und Landschaft zu sensibilisieren. Und die Finanzierung bzw. der Ausgleich von Lasten und Nutzen von Freiraumprojekten muss dauerhaft und fair geregelt sein.

 

 

Grossansicht in neuem Fenster: Panel_2

Paneldiskussion:
Freiraum unter Druck

Warum der Freiraum unter Druck ist und ebenso die Gemeinden, diskutierten unter der Moderation von Karla Schilde, LH München, Florian Otto vom Büro bauchplan, Christian Breu, Geschäftsführer des Regionalen Planungsverbands München (RPV), Susanne Hutter-von-Knorring, Abteilungsleiterin Grünplanung der LH München und Michael Schanderl, 1. Bürgermeister der Gemeinde Emmering. Die Teilnehmer sind sich einig, dass es hier sinnvoller Konzepte auf der Ebene der kommunalen Planung bedarf, um dem Freiraum wieder mehr Luft zu verschaffen. (Foto v.l.n.r)


Ein Treiber für die Flächeninanspruchnahme ist vor allem das Wohnen. Und hier sei der gesellschaftliche Strukturwandel verantwortlich mit weniger Bewohnern pro Wohnung als noch vor 40 Jahren und nicht nur die Zuwanderung.


Um Freiflächen zu bewahren, zu qualifizieren und weiterzuentwickeln, stellten die Podiumsteilnehmer verschiedene Lösungsansätze vor. Die LH München setzt z.B. mit ihrem Konzeptgutachten „Freiraum 2030“ auf vernetzte Flächen innerhalb der Stadt sowie auf neue Dachflächen auf Neubauten oder auch den Straßenraum, die für eine Freizeitnutzung und Begegnung optimale Möglichkeiten liefern. Eine weitere Option stellt die temporäre Nutzung von etwa Schulhöfen oder Parkplätzen am Wochenende dar. Oder die Zwischennutzung von Freiflächen bevor der Bagger kommt, wie etwa der Freiluftsupermarkt auf dem geplanten Wohngebiet in Freiham, der Stadt und Umland miteinander vernetzt. Zudem empfiehlt es sich bei der Planung frühzeitig die Landwirtschaft mit einzubeziehen und als ein Ziel beim Landschaftsschutz zu definieren, die Landwirtschaft in ihrer jetzigen Produktionsart zu erhalten ("Landwirtschaftsschutzgebiete").

 

Kaffeepause

Der Austausch geht weiter...

Grossansicht in neuem Fenster: Austausch_1Grossansicht in neuem Fenster: Austausch_2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Grossansicht in neuem Fenster: Vortrag_Schöbel

Vortrag:
Perspektive Landschaften

 

Sören Schöbel-Rutschmann, Professor für Landschaftsarchitektur regionaler Freiräume der TU München, referiert zu den Perspektiven und Möglichkeiten, die Kommunen haben, Freiraum zu gestalten und weiterzuentwickeln. Schöbel moniert ein fehlendes Gesamtkonzept zum Thema Landschaft, um Konflikte mit einander verhandeln zu können, die die Region und deren Akteure haben.

 

Er fordert dazu auf, ein landschaftliches Gesamtkonzept zu entwickeln, das die Landschaft als natürlichen Strukturgeber berücksichtigt. Das Konezpt sollte Siedlungsentwicklungen und Infrastrukturen gestalten und in der Öffentlichkeit diskutiert werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Grossansicht in neuem Fenster: DiskussionSchlussdiskussion:
Qualität der Landschaft


In der Abschlussdiskussion erörterten Publikum und Referenten intensiv miteinander verschiedene Aspekte von Freiraum, Landschaft und Natur.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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