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Veröffentlicht: 26. September 2017

Wohnbauflächenreserven in der Region München

Region München

Das Bayerische Landesamt für Statistik prognostiziert für die Region München bis zum Jahr 2035 zusätzlich rund 400.000 Einwohner. In der Öffentlichkeit wird vielfach diskutiert, ob und wie man diese Menschen alle hier unterbringen kann. Der Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München (PV) hat dies nach einer ersten Erhebung 2014 nun zum zweiten Mal untersucht. Auf der Basis von Zahlen der Landeshauptstadt München und einer eigenen Untersuchung der in Flächennutzungsplänen (FNP) ausgewiesenen Wohnbauflächen in den Landkreis-Kommunen sowie der Konversionsflächen schätzt der PV, für wie viele Einwohner in der Region München theoretisch Platz ist.

Die Ergebnisse sollen als Diskussionsgrundlage zur zukünftigen Siedlungsentwicklung in der Region München dienen.

 

Zu wenig Flächen für Wohnungsbau in Region München

Nach derzeitigem Stand der bisherigen kommunalen Planungen in der Region München und einer quantitativen Abschätzung zu ihrer Realisierbarkeit bzw. zu weiteren Flächenreserven mit Blick auf 2035 werden etwa 160.000 mögliche zusätzliche Wohneinheiten angenommen. Diese Zahlen sind konservativ geschätzt, was die weitere Verdichtung angeht (nicht wesentlich erhöht).

 

Nimmt man die heutige Wohnungsbelegung von 1,9 Einwohner pro Wohnung in der Landeshauptstadt München und durchschnittlich 2,2 Einwohner pro Wohnung im Umland an, finden in den rund 160.000 Wohneinheiten bis zu 320.000 Einwohner Platz. Für die bis 2035 vom Bayerischen Landesamt für Statistik prognostizierten zusätzlichen 400.000 Einwohner in der Region München stehen nicht genügend Wohnbauflächen zur Verfügung, insbesondere in der Landeshauptstadt München.

 

Die Einwohnerzuwächse erfolgen nach dem Statistischen Landesamt vor allem in den nächsten zehn Jahren bis 2025. Genau in dieser Zeit benötigt die Region München einen noch stärkeren Wohnungsbau von 15.000 bis 20.000 Wohneinheiten pro Jahr, um den Bedarf zu decken. Zum Vergleich: Die durchschnittliche Zahl der Wohnungsfertigstellungen in den vergangenen Jahren 2011 bis 2016 liegt bei ca. 12.000 pro Jahr.

 

Mögliche Steuerung der Siedlungsentwicklung

Unter der Annahme einer verträglichen Verdichtung, angepasst an örtliche Siedlungsstrukturen, gibt es bei weiterem Einwohnerzuwachs mehrere Optionen, um die Siedlungsentwicklung zu fördern:

 

  • Zusätzliche Wohnbauflächen ausweisen
  • Mehr Einwohner pro Wohnung bzw. kleinere Wohnungen bauen
  • Höher bauen, dichter bauen
  • Stärkerer Wohnungsbau auch außerhalb der Region München (im größeren Wirtschaftsraum), gleichzeitig mit einer stark verbesserten Verkehrsinfrastruktur vor allem im ÖPNV

 

Untersuchung und Karten zum Download

Details zur Untersuchung und Methodik dazu, die Pressemitteilung sowie Kartenausschnitte mit den Wohnbauflächenreserven der acht Landkreise der Region München – Dachau (DAC), Ebersberg (EBE), Erding (ED), Freising (FS), Fürstenfeldbruck (FFB), Landsberg am Lech (LL), München (M), Starnberg (STA) – stehen hier zum Download bereit (als PDF mit Klick auf Karte - ca. 20 MB pro Karte).

 

Landkreis Dachau                                                Landkreis Ebersberg

Kartenausschnitt_LKr_Dachau Kartenausschnitt_LKr_Ebersberg

 

Landkreis Erding                                                  Landkreis Freising

Kartenausschnitt_LKr_Erding Kartenausschnitt_LKr_Freising

 

 

Landkreis Fürstenfeldbruck                              Landkreis Landsberg am Lech

Kartenausschnitt_LKr_Fürstenfeldbruck Kartenausschnitt_LKr_Landsberg-am-Lech

 

 

Landkreis München                                             Landkreis Starnberg

Kartenausschnitt_LKr_München Kartenausschnitt_LKr_Starnberg

 

Quellenangabe für die Karten: Geobasisdaten © Bayerische Vermessungsverwaltung 2015; Bearbeitung Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München (PV)

Wichtiger Hinweis: Nicht alle der in den Karten ausgewiesenen Flächen sind realisierbar. Der PV geht deshalb davon aus, dass aus planerischer Sicht im Durchschnitt aller acht Landkreise der Region etwa knapp die Hälfte der in den Karten genannten Flächen realisiert werden können. Nicht berücksichtigt sind hierbei die mangelnde Verfügbarkeit der Flächen und die geringe Akzeptanz der Bürger für Wohnungsbau (vgl. Ausführungen in der Untersuchung unter 2., Seite 3).

 

Für den Druck: Alle Kartenausschnitte der acht Landkreise in druckfähiger Auflösung (300 dpi für Poster in A 0) finden Sie hier zum Download (ca. 320 MB).

 

Nachfolgend finden Sie noch einmal eine Liste aller Dokumente als PDF zum Download:

PV-Pressemitteilung, PV-Untersuchung, Methodik sowie die einzelnen Landkreiskartenausschnitte (Karten ca. 20 MB pro PDF).

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